Der Stabilisator ist ein Bestandteil des Fahrwerks und verbindet die Radaufhängung einer Achse mit der Karosserie-Struktur. Viele Autos verfügen über einen Stabilisator an der Vorderachse, einige davon auch an der Hinterachse.

Stabilisatoren werden bereits seit Jahrzehnten in PKW verbaut und sind seither eine nahezu unveränderte Komponente. Bei vielen Autofahrern ist der Stabilisator wenig bekannt, obwohl das Ersatzteil einen wichtigen Beitrag für eine sichere und komfortable Fahrt leistet. Der einfache Grund: Ohne den Stabilisator würden Fahrzeuge in der Kurve umkippen und auch bei Geradeausfahrt wäre der Fahrkomfort massiv reduziert. In der Regel sind sogar auftretende Poltergeräusche aus dem Fahrwerk einem Defekt im Bereich des Stabilisators zuzuordnen.

Ein Ausfall oder eine Beschädigung des Stabilisators ist meistens nicht teuer. Zurückzuführen ist das auf die verhältnismäßig geringen Materialkosten und die einfache Montage. Aber Achtung: Tritt ein Schaden am Stabilisator auf, sollte das Fahrzeug nicht mehr bewegt werden. Durch den Ausfall steigt das Risiko, dass die Wankbewegungen des Aufbaus außer Kontrolle geraten und das Fahrzeug umkippt.

Aufbau und Funktion des Stabilisators

Zum Stabilisator gehören weitere Systemkomponenten, z. B. Koppelstange und Stabilisatorlager. Der Stabilisator ist meistens an einem Hilfsrahmen montiert und in Gummilagern gelagert. Doppelstangen verbinden den Stabilisator mit den Federbeinen oder alternativ mit den Querlenkern. Spezielle Kugelgelenke an den Koppelstangen sorgen für die nötige Bewegungsfreiheit, damit der Stabilisator seine Arbeit einwandfrei verrichten kann.

Beim Einfedern eines Rades sorgt die Verdrehung des Stabilisators dafür, dass das andere Rad auch angehoben wird und beim Senken ebenso abgesenkt wird. So wird bei Kurvenfahrten ein übermäßiges Wanken (seitliches Neigen) der Karosserie verhindert. Federn beide Räder gleichzeitig ein, tritt der Stabilisator nicht in Aktion.

Der Stabilisator und die ihn umgebenden Teile.

Der Stabilisator und die ihn umgebenden Teile

Symptome beim Ausfall

Beim Ausfall bzw. bei Beschädigungen des Systems, entstehen beim Überfahren von Bodenwellen oder Schlaglöchern häufig starke Poltergeräusche im Fahrwerk. Diese sind in den meisten Fällen auf ausgeschlagene Lager oder auf defekte Kugelgelenke der Koppelstangen zurückzuführen. Bei ausgeschlagenen Lagern entsteht ein nicht vorgesehenes Spiel zwischen Lager und Stabilisator und der Stabilisator beginnt, beim Ein- und Ausfedern in den Lagern zu klappern.

Eine häufig verbaute Koppelstangenart verfügt über Kugelgelenke, die von einem Gummibalg gegen Spritzwasser und äußere Einflüsse geschützt werden. Außerdem enthalten sie eine Fettfüllung, um eine möglichst reibungslose Bewegung zu ermöglichen. Hin und wieder kommt es zu Beschädigungen des Gummibalgs oder der zugehörigen Abdichtung. Dadurch dringt Wasser ein und sorgt für einen unnatürlich hohen Verschleiß.

Die Folge: zu großes Spiel im Gelenk, was zu den oben beschriebenen Geräuschen führt. Bei der Montage der Koppelstange ist unbedingt das korrekte Drehmoment zu beachten. Ansonsten kann das Kugelgelenk Schaden nehmen und vorzeitig verschleißen oder gar abreißen.