Chipmangel: Schlecht für die Konzerne, gut für Werkstätten?

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Seit Ausbruch der Pandemie herrscht Chipmangel. Darunter leiden vor allem die Autobauer.
Seit Ausbruch der Pandemie herrscht Chipmangel. Darunter leiden vor allem die Autobauer.

Die Chips sind aus. Allerdings nicht auf der Couch, sondern in der Autoindustrie. Seit Monaten stehen immer wieder die Produktionsbänder namhafter Hersteller still – ob Peugeot, VW oder Hyundai. Der Ausbruch der Pandemie hat für einen Chipmangel gesorgt, der bis heute zu spüren ist.

Das Problem: In modernen Fahrzeugen werden immer mehr Chips verbaut. Gleichzeitig steigt aber auch in anderen Branchen der Bedarf an Halbleitern & Co., zum Beispiel in der Computerindustrie. Hinzu kommt die aufwendige Produktion: „Sie werden in Hunderten Arbeitsschritten in monatelanger Kleinstarbeit aus Siliziumscheiben hergestellt“, erläutert Spiegel Online.

Leergefegter Markt

Mit dem Ausbruch der Coronakrise reduzierten die Autobauer ihre Chipbestellungen. Als die Nachfrage auf dem Automarkt wieder anzog, hätten die Hersteller auch gerne wieder losgelegt. Nur hatten in der Zwischenzeit andere Chipkunden den Markt teilweise leergekauft. Zudem waren auch die Chiphersteller von Ausfällen bedingt durch die Pandemie betroffen.

Die Folge: Stillstand bei den Autobauern. Und der könnte noch länger anhalten. „Die Chip-Krise wird sich noch bis ins nächste Jahr hinziehen“, zitiert die Süddeutsche Zeitung aus einer Studie des Beratungsunternehmens Roland Berger.

Profitieren die Werkstätten vom Chipmangel in der Autoindustrie?

Was für die großen Konzerne ein Katastrophenszenario darstellt, könnte sich für die Werkstätten als Vorteil entpuppen. Schon in der Pandemie hat sich gezeigt, dass das Auto einerseits unverzichtbar ist. Andererseits denken die Besitzer gerade zweimal über eine Neuanschaffung nach – und verzichten lieber, wenn der alte Wagen gerade wegen Homeoffice & Co. sowieso kaum genutzt wird.

Wer nun längere Lieferzeiten für sein neues Fahrzeug in Kauf nehmen muss, könnte die Anschaffung auch deshalb noch mal überdenken. Profiteure könnten am Ende die Werkstätten sein. Wer länger sein gebrauchtes Auto fährt, muss auch früher oder später zur Inspektion.

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