„Mir fehlen die Zuschauer“: Steffi Halm über Corona und die schwierige Saison 2021

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Steffi Halm setzt ihren Helm auf - die Saison 2022 kann kommen.
Steffi Halm setzt ihren Helm auf - die Saison 2022 kann kommen.

Steffi Halm ist Vollblut-Rennfahrerin und steigt nun seit einiger Zeit für das Team Schwabentruck in den Race Truck. Umso schwieriger ist es, wenn nun schon seit zwei Jahren die Bedingungen durch Corona erschwert werden. Im ersten Teil des Interviews mit dem febi Blog spricht sie über die Herausforderungen der Pandemie und die Probleme in der vergangenen Saison, aber auch über ihr Lieblingsrennen 2021.

2022 findet die dritte Saison Truck Racing während der Pandemie statt. Ist aus dem Ausnahmezustand mittlerweile Routine geworden?

Steffi Halm: Nein, es ist und bleibt ein Ausnahmezustand. Viele Regelungen in Bezug auf die Pandemie haben sich in der Zwischenzeit natürlich zu einer Art Routine entwickelt, aufgrund der unterschiedlichen Pandemieverläufe und Vorgaben in den einzelnen Ländern gibt es hier jedoch ständig Änderungen und Vorgaben, die für uns zu beachten sind.

Wie hat Corona das Truck Racing verändert?

Corona hat einige Veränderungen für das Truck Racing mit sich gebracht, allerdings hauptsächlich in Bezug auf die Planung und Organisation vor einem Rennen und bei dem Miteinander vor Ort. Im Fahrerlager gilt 3G, es müssen Masken getragen, Abstände eingehalten und Kontakte zu anderen Teams vermieden werden. Es sind keine oder nur eine bestimmte Anzahl an Zuschauern zugelassen und die bei jedem Rennen obligatorische Fahrerbesprechung findet teilweise online statt.

Arbeit mit Maske – beim Team Schwabentruck mittlerweile ganz normal.

Findet der Austausch mit dem Team Schwabentruck jetzt auch öfter digital statt?

Nein, der Austausch im Team findet wie bisher telefonisch oder persönlich statt. Allerdings werden Termine und persönliche Treffen auf ein absolut notwendiges Minimum reduziert. Online Meetings stellen jedoch eine gute Alternative dar und bei Bedarf wird man diese sicherlich auch als Plattform nutzen.


2021 war sicherlich kein einfaches Jahr für uns.

Truck-Rennfahrerin Steffi Halm

Was fehlt dir in der Coronazeit während der Rennsaison am meisten?

Am meisten fehlt mir der persönliche und unbeschwerte Kontakt zu anderen Teams, den Zuschauern und vor allem unseren eigenen Gästen vor Ort.

Im vergangenen Jahr hast du den 6. Platz geholt. Warst du zufrieden mit der Saison?

Wenn man auf die Saison 2021 zurückblickt, war es sicherlich kein einfaches Jahr für uns. Wir sind von Anfang an der teilweise unglaublichen Pace der Anderen etwas hinterhergefahren, konnten bis zum Ende der Saison den Abstand jedoch verkürzen. Alles in allem haben wir im letzten Jahr viel gelernt und können dies nun hoffentlich für die Saison 2022 positiv nutzen. Der 6. Platz war vor der Saison natürlich nicht das ausgegebene Ziel. Rückblickend bin ich mit dieser Position und der Vizemeisterschaft in der Teamwertung allerdings zufrieden.

Was hat letztlich gefehlt, um ganz vorne mitzufahren?

Es gibt nicht den einen Grund der gefehlt hat und dafür verantwortlich ist, dass wir nicht ganz vorne mitfahren konnten. Es sind im Motorsport immer viele kleine Dinge die zusammenpassen müssen und letztes Jahr hat bei den Anderen das Gesamtpaket einfach etwas besser zusammengepasst als bei uns.

Blick ins Cockpit von Steffis Race Truck

Welches Rennen war dein persönliches Highlight?

Ich glaube das 2. Rennen am Samstag in Zolder war mein persönliches Highlight der abgelaufenen Saison. In der Startaufstellung, kurz vor Beginn des Rennens, fing es an zu regnen und wir passten das Setup des Trucks auf diese Bedingungen an. Ich bin von der Pole Position gestartet und konnte diese am Start auch verteidigen. Danach habe ich versucht, bei den nassen Bedingungen die optimale Linie und das Limit zu finden, was mir sehr gut gelungen ist. Am Ende musste ich mich lediglich Adam Lacko geschlagen geben und konnte das Rennen auf dem 2. Platz beenden.

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