„Die Fans machen die Atmosphäre aus“ – Interview mit Steffi Halm (Teil 1)

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Im Interview blickt Steffi Halm auf das Pandemiejahr 2020 zurück.
Im Interview blickt Steffi Halm auf das Pandemiejahr 2020 zurück.

2020 konnten nur zwei Truck-Rennen stattfinden. Eine ungewöhnliche Situation für Steffi Halm und das von febi gesponserte Team Schwabentruck. Im ersten Teil unseres Interviews blickt Steffi auf dieses spezielle Jahr zurück und erklärt, warum sie besonders die Fans vermisst.

2020 war absolut außergewöhnlich. Wie hast du das letzte Jahr persönlich erlebt?

Steffi Halm: Das Jahr 2020 war ein unglaublich schwieriges Jahr. Durch die ständigen Einschränkungen aufgrund der Pandemie wurde das ganze Leben eines jeden komplett umgekrempelt. Kein Motorsport, Homeschooling und Homeoffice, keine Treffen mit Freunden und Familie, keine Konzerte, Feste oder sonstige Veranstaltungen.

Wegen Corona ist fast die gesamte Truck-Racing-Saison ausgefallen. Was hat dir am meisten gefehlt: die Rennen, die Atmosphäre an den Strecken, die Fans?

Steffi: Ich kann gar nicht genau sagen, was mir am meisten gefehlt hat. Natürlich fahren wir auf die Rennen, um dort Rennen zu fahren. Aber die Fans machen die Atmosphäre aus. Die beiden letztes Jahr stattfindenden Rennen wurden ohne oder nur mit sehr wenigen Zuschauern durchgeführt und das war für uns Fahrer schon sehr ungewohnt ruhig und trist. Ich hoffe deshalb sehr, dass wir diese Saison wieder viele Rennen fahren können und – wo es möglich ist – mit unseren Fans vor Ort!

Hattest du Verständnis für die Absagen?

Steffi: Natürlich konnte ich die Absagen verstehen, auch wenn ich lieber gefahren wäre. Es gab letztes Jahr aber einfach meistens keine Alternativen zu einer Absage und aufgrund des damals herrschenden Infektionsgeschehens war es im Nachhinein auch die einzig vernünftige Entscheidung.


Ich hoffe sehr, dass wir diese Saison wieder viele Rennen fahren können und – wo es möglich ist – mit unseren Fans vor Ort!

Immerhin zwei Rennen konnten stattfinden. Wie war die Stimmung in Most und am Hungaroring?

Steffi: Die Stimmung in Most war gut. Wir waren alle unglaublich froh darüber, dass die Saison endlich doch noch starten und wir wieder Rennen fahren konnten. Leider waren vor Ort nur wenige Zuschauer zugelassen. Das Fahrerlager war für Zuschauer komplett gesperrt. In Ungarn war die Stimmung dann schon etwas getrübter. Es konnten aufgrund der Einstufung als Risikogebiet nicht alle Teams nach Ungarn reisen und es war klar, dass dies unser letztes Rennen der Saison sein wird und es 2020 keine Meisterschaft und keinen Meister geben wird.

Konntest du dich komplett auf die Rennen konzentrieren oder war die Gefahr, sich eventuell anzustecken, immer präsent?

Steffi: Ich konnte mich komplett auf die Rennen konzentrieren. Aufgrund der Test- und Maskenpflicht sowie des Hygienekonzepts insgesamt und der Tatsache, dass das Fahrerlager für Zuschauer und Fans gesperrt war, hatte ich zu keinem Zeitpunkt Angst mich zu infizieren.

Am Ende standen eine unvollständige Saison und ein 5. Platz für dich. Gab es in puncto Truck Racing dennoch positive Erlebnisse im vergangenen Jahr?

Steffi: Die beiden Veranstaltungen im letzten Jahr haben mich vor allem im Regen persönlich weitergebracht. In Most hatten wir sehr schwierige Bedingungen im Nassen; ich habe mich aber im Truck sehr wohl gefühlt. Ansonsten waren die Ergebnisse bei beiden Veranstaltungen nicht so, wie ich es erwartet habe und ich hoffe, dass die Saison 2021 für mich erfolgreicher startet!

Wie ist der Zusammenhalt im Team, wenn man sich nur auf Distanz treffen kann?

Steffi: Der Zusammenhalt im Team ist unverändert groß. Jeder versucht das Beste aus der Situation zu machen und ist heiß darauf, dass es mit dem Truck-Racing endlich wieder losgeht.

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