Nach Dieselverboten: Jetzt fordert die Umwelthilfe ein Tempolimit auf Autobahnen

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Viel Verkehr auf der Autobahn
Viel Verkehr auf der Autobahn

Ihr Name ist mittlerweile wöchentlich in den Medien: die Deutsche Umwelthilfe (DUH). Der Verein hat dafür gesorgt, dass immer mehr Städte ein Fahrverbot für Diesel verkünden müssen. Erst Anfang dieser Woche reichte die DUH vier weitere Klagen gegen Bielefeld, Hagen, Oberhausen und Wuppertal ein.

Doch schon am Dienstag folgte der nächste Streich: Laut Nachrichtenmagazin Der Spiegel nimmt die Umwelthilfe nun das Tempolimit auf Autobahnen ins Visier. Grund dafür sei der Klimaschutz, so DUH-Chef Jürgen Resch gegenüber dem Spiegel. Ein Limit von maximal 120 km/h bedeute weniger Benzinverbrauch und damit auch weniger CO2-Ausstoß.

ADAC contra Umwelthilfe
Dem widerspricht unter anderem der ADAC. „Der CO2-Ausstoß im Straßenverkehr wird durch eine Geschwindigkeitsbegrenzung nicht maßgeblich beeinflusst“, schreibt der Verkehrsclub auf seiner Internetseite. Demnach würden sich die Emissionen durch ein Tempolimit national um „weniger als 0,5 Prozent“ verringern. Auch Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer lehnt den Vorstoß der DUH ab. Er sieht darin „eine Nebelkerze, die fachlich nicht den Argumenten standhält“, zitiert Der Spiegel den Politiker.

Ob die klagefreudige DUH in diesem Fall gute Aussichten hat, ist also fraglich. Dennoch wolle man prüfen „welche juristischen Möglichkeiten wir hier für die Durchsetzungen haben“, so Resch gegenüber der Frankfurter Allgemeinen. Den Gerichten bleibt die Umwelthilfe demnach auf lange Zeit ein regelmäßiger Gast.

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