Displays: Das Armaturenbrett wird zum Smartphone

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Großes Display in einem Auto
Display statt Knöpfchen: Große Anzeigen beherrschen mehr und mehr das Armaturenbrett.

Es ist noch nicht lange her, da beherrschten Schalter, Knöpfe und analoge Anzeigen das Armaturenbrett. Doch parallel zum Smartphone haben auch in immer mehr Autos Displays Einzug gehalten. Und das nicht nur in der Oberklasse: Selbst der schon einige Jahre alte Renault Clio IV verfügt über einen erstaunlich großes Touchscreen.

Die Entwicklung ist aus Sicht von Jan Burgard vom Münchner Strategieberater Berylls nur folgerichtig, wie er der Automobilwoche verraten hat: „Schließlich kann man viele Kunden heute eher mit den Zentimeterangaben zur Bildschirmdiagonale beeindrucken als mit der Zahl der Zylinder.“

Byton beeindruckt mit 122 cm Display

Wie die Zukunft aussehen kann, hat 2019 Byton gezeigt. Der chinesische E-Autohersteller hat damals sein Serienmodell M-Byte vorgestellt – mit einem Display mit einer Diagonale von etwa 122 cm. Da sieht so mancher Fernseher ganz schön alt aus.

Der Vorteil dieser schönen neuen Display-Welt: Oft lassen sich die Anzeigen individuell konfigurieren und nach den persönlichen Vorlieben gestalten. Zudem ist die Bedienung per Touch gerade der jüngeren Generation, also den Autokäufern der Zukunft, bereits in Fleisch und Blut übergegangen.

Serienreife 3D-Displays

Gleichzeitig bieten sich technisch neue Möglichkeiten, etwa die Darstellung in 3D – und das ganz ohne zusätzliche Brille wie etwa im Kino. Die neuen Displays sollen etwa „Warnhinweise besser erfassbar machen“, schreibt das Magazin kfz-betrieb. Was nach Zukunftsmusik klingt, könnte schon bald Realität werden. Continental will 2022 ein serienreifes 3D-Display auf den Markt bringen.

Doch gleichzeitig werden die Möglichkeiten für den Fahrer immer größer. Wer in einen Golf II einsteigt, ist schon fast schockiert, wie wenig Schalter und Knöpfe damals verbaut wurden. Im Vergleich dazu ist der Golf VIII von 2019 ein echtes „Click and touch“-Ungetüm. Da verwundert es nicht, dass der Neue aus Wolfsburg „in vielen Tests als schier unbedienbar kritisiert“ wurde, wie die Automobilwoche schreibt.

Das Ziel nicht aus den Augen verlieren

Es ist also wie so oft mit der Technik: Nur weil etwas realisierbar ist, muss es nicht gleich umgesetzt werden. Denn auch die modernste Display-Technik sollte immer dem wichtigsten Aspekt untergeordnet sein, den Fahrer sicher und bequem an sein Ziel zu bringen.

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