Mercedes-Chef Källenius warnt vor Verbrenner-Verbot bis 2035

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In der aktuellen Debatte um das geplante Verbot neuer Verbrennerfahrzeuge bis zum Jahr 2035, hat der Mercedes-CEO Ola Källenius seine Meinung klar geäußert. In einem Interview warnte er vor möglichen Folgen für die Autoindustrie, welche bisher zu wenig beachtet wurden – laut Källenius sei ein echter „Realitätscheck“ notwendig, so berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Seiner Meinung nach droht ein erheblicher wirtschaftlicher Rückschlag für die EU, wenn das Verbot bis 2035 nicht angepasst wird. Bis zu dem Stichtag können sich Verbraucher noch für den Kauf eines Verbrenners entscheiden.

Neben dem Mercedes CEO warnte im Herbst 2024 bereits der BMW-Chef Oliver Zipser, dass das Verbot nicht mehr realistisch sei. Viele Experten plädieren daher für neue Lösungen, um die CO2-Ziele zu erreichen – seien es synthetische Kraftstoffe oder Hybridantriebe.

Trotz des stetigen Voranschreitens der E-Mobilität sind einige Regionen bis heute nicht entsprechend darauf vorbereitet– so im Ausbau der Ladeinfrastruktur oder in der Diskussion um steigende Stromkosten. Nach Källenius ist die erfolgreiche Umsetzung dieser und weiterer, auch geopolitscher Punkte, eine Voraussetzung für den langfristigen Übergang in die E-Mobilität, berichtet das deutsche Börsenmagazin „Der Aktionär“.

Die Zukunft wird zeigen, ob die EU bei ihren Plänen bleibt oder auf die Warnungen der Automobilindustrie reagiert. Deutlich ist, dass solch ein Ziel auch von gesellschaftlicher Akzeptanz abhängig ist.