Seit Jahren steigt die Zahl der als „historisch“ angemeldeten Fahrzeuge kontinuierlich an. Eine Studie des Verbands der Automobilindustrie (VDA) aus dem Jahr 2013/2014 zeigt, dass zum Jahreswechsel 2014 rund 279.000 historische PKW angemeldet waren. Rechnet man noch Motorräder, Nutzfahrzeuge und Zugmaschinen hinzu, waren es insgesamt sogar 314.000 Fahrzeuge.

Laut einer Veröffentlichung im ADAC Oldtimer-Ratgeber unter Berufung auf Zahlen des VDA wurden bis Anfang 2015 über 351.000 Anmeldungen registriert. Im Vergleich zum Jahr 2014 bedeutet das einen weiteren Anstieg um 37.000 Fahrzeuge. Das Interesse an Oldtimern scheint also weiterhin ungebrochen.

Auffällig ist dabei, dass bei den Anmeldungen in den neuen Bundesländern kaum eine Veränderung festzustellen ist. Eine Erklärung könnten die diversen Wartburg- und Trabant-Modelle sein, die wegen ihres geringen Hubraums und den daraus resultierenden steuerlichen Nachteilen nur selten mit einem „H-Kennzeichen“ angemeldet werden.

Die für den jährlich vom VDA herausgegebenen Oldtimer-Index zugrunde liegenden Fahrzeugdaten werden von Classic Analytics ermittelt. Dabei wird auch die Wertentwicklung berücksichtigt, wenngleich hochpreisige Exoten nicht mit in die Statistiken einfließen, um Verzerrungseffekte zu vermeiden.

Auch wenn sich der Wert der für die Analyse herangezogenen 88 Fahrzeugtypen im vergangenen Jahr erneut um über 8 Prozent erhöht hat, kompensiert das gerade bei aktiven Fahrern kaum die anfallenden Kosten. Als solide Wertanlage sind die meisten Fahrzeuge also nicht geeignet.

Doch für die meisten Oldtimer-Fans spielt das auch keine übergeordnete Rolle. Lediglich 21 Prozent der befragten Eigner historischer Fahrzeuge gaben an, ihre rollenden Schätze als Geldanlage zu sehen. Für die meisten stehen damit klar der Spaß an der Technik, das klassische Design und das Abheben von der Masse alltäglicher Automobile im Vordergrund.