Das Thema Reifen betrifft jeden Autofahrer. Gerade in der kalten Jahreszeit, wenn die Temperaturen sinken und die Straßen glatter werden, ist es wichtig, die richtigen Reifen zu benutzen. Das Unfallrisiko wird so minimiert und neben der eigenen Gesundheit auch die der anderen Verkehrsteilnehmer geschützt.

Grundlegend wird zwischen drei Reifentypen unterschieden: Sommer-, Winter- und Ganzjahresreifen. Sommerreifen werden ihrem Namen entsprechend in den warmen Monaten benutzt. Steigt im Herbst aber die Gefahr von Schnee- und Eisglätte, muss rechtzeitig auf Winterreifen mit „M+S“-Kennzeichen oder Schneeflockensymbol umgestellt werden. M+S steht dabei für „Matsch und Schnee“.

Ganzjahresreifen sind ein Kompromiss zwischen Winter- und Sommerreifen. Sie kommen vor allem da zum Einsatz, wo zwischen den Jahreszeiten geringe Temperaturunterschiede herrschen. Schneeketten auf den Winterreifen sind eher selten erforderlich, können in den Wintermonaten auf bestimmten Straßen aber je nach Wetterlage zur Pflicht werden.

In Deutschland werden hauptsächlich Sommer- bzw. Winterreifen aufgezogen. Der Anteil an Ganzjahresreifen ist eher gering.

Beim Reifenkauf sollte darauf geachtet werden, dass man Winter- und Sommerreifen nicht mischt. Gerade beim Bremsen und in der Kurvenfahrt können kritische Situationen entstehen, da sich die beiden Reifentypen hinsichtlich Gummimischung und Profigestaltung deutlich voneinander unterschieden.

Wichtig ist zudem, dass der Kauf von gebrauchten Reifen nur dann in Betracht gezogen wird, wenn sich deren Zustand genau beurteilen lässt. Der ADAC rät, keine Gebrauchtreifen zu kaufen, die älter als drei Jahre sind, da sich die technischen Eigenschaften mit zunehmendem Alter verschlechtern können.

Grundsätzlich beachtet werden sollte zudem die Reifenprofiltiefe. Die gesetzliche Mindestprofiltiefe liegt bei 1,6 mm. Der ADAC empfiehlt, die Reifen nicht bis zur Mindestgrenze abzufahren, sondern Sommerreifen bei 3 mm und Winterreifen bei 4 mm Restprofiltiefe zu erneuern.

Abschließend noch zwei Tipps zum Wechsel von Sommer- auf Winterreifen:

  • Vergleichen Sie! Zur Auswahl stehen beispielsweise Reifenhändler und Reifendienste, freie Werkstätten und Autohäuser.
  • Informieren Sie sich rechtzeitig! Warten Sie nicht zu lange mit dem Reifenwechsel. Ist der erste Schnee bereits gefallen, kann es zu längeren Wartezeiten und eingeschränkten Vergleichsmöglichkeiten kommen.