Bei guter Schmierung sind Steuerketten zum Antrieb der Nockenwellen im Zylinderkopf nahezu wartungsfrei. Dennoch stellt sich die Frage, wann eine Steuerkette und insbesondere die angrenzenden Bauteile erneuert werden müssen. Im Folgenden sind Voraussetzungen aufgelistet, bei denen der Kettentrieb zu prüfen und gegebenenfalls zu reparieren ist:

  • Kettengeräusche (z.B. Rasseln oder Klappern)
  • Steuerzeiten haben sich verstellt bzw. ein Leistungsverlust des Motors tritt auf (Kette hat sich stark gelängt)
  • Kettenspanner ist komplett ausgefahren (nur beim Ausbau erkennbar)
  • Unplausible Signale von Nockenwellen- und/oder Kurbelwellensensor
  • Motor ist bereits geöffnet und ein Wechsel wäre im Bedarfsfall mit wenig Aufwand möglich (Folgeschäden vermeiden)

Was beim Einbau der Steuerkette zu beachten ist

Muss die Kette getauscht werden, ist zwingend zu beachten, dass die angrenzenden Bauteile ebenfalls erneuert werden müssen. Typische Verschleißteile des Kettentriebs sind (neben der Steuerkette selbst) die Gleit- und Spannschienen, die Kettenspanner sowie die Kettenräder.

Der Einbau muss nach Herstellervorgaben unter Verwendung vorgeschriebener Spezialwerkzeuge erfolgen. Steuerketten benötigen für eine lange Lebensdauer eine gute Schmierung. Deshalb ist für ihre störungsfreie Funktion wichtig, dass der Motorölstand regelmäßig kontrolliert wird.

Einzuhalten sind ebenso die vom Fahrzeughersteller vorgeschriebenen Wartungsintervalle. Zu beachten ist dabei die Ölsorte, da die Kette und insbesondere die Gleitschienen bei falschem Öl schnell verschleißen können.

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