Viele kennen das kräftige Zisch-Geräusch von LKW, die eingeparkt haben. Oder das sanfte Entweichen von Luft, wenn sich moderne Busse in Richtung einer Bordsteinkante absenken, um das Einsteigen zu erleichtern. Dahinter stecken pneumatische Bauteile, die vielfach in schweren Nutzfahrzeugen (>7,5 t) verbaut werden – in Bremsen, der Luftfederung oder Türen.

Damit die pneumatischen Systeme sicher betrieben werden können, insbesondere Bremsanlagen, kommen Lufttrockner zum Einsatz. Sie entziehen der Ansaugluft die Feuchtigkeit und verringern damit das Risiko von Korrosion im Druckluftsystem. Zudem verhindern Lufttrockner das Einfrieren von Ventilen und Reglern bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt.

Fläche von 200 Fußballfeldern

Wesentlicher Bestandteil des Bauteils ist ein feines Granulat (wie bei Trocknerpatronen für Klimaanlagen): Dieses offenporige Trockenmittel kann dank seiner großen Gesamtoberfläche Luftfeuchtigkeit ideal aufnehmen und binden. Ein Gramm des Granulats hat eine aktive Oberfläche von mehr als 1.000 Quadratmetern. Bei einem durchschnittlichen LKW kommt rund 1 kg Trockenmittel zum Einsatz – das entspricht der Fläche von 200 Fußballfeldern.

Das Granulat befindet sich in Patronen, die über ein Gewinde auf dem Lufttrockner befestigt sind. Die angelagerte Feuchtigkeit muss regelmäßig abgeführt werden – spätestens, wenn die komplette Oberfläche des Trockenmittels benetzt ist. Dazu wird Druckluft aus einem separaten Behälter in entgegengesetzter Richtung durch den Lufttrockner geblasen und nach außen abgelassen. Dabei entsteht das bekannt Zisch-Geräusch.

Der richtige Druck

Damit die Filter einwandfrei funktionieren, muss konstant der richtige Druck im pneumatischen System herrschen. Schon kleine Undichtigkeiten oder eine falsche Einstellung des Druckreglers können dafür sorgen, dass der erforderliche Druck im System zu gering ist. Die Folge: Der Lufttrockner kann sich nicht regenerieren und das Trockenmittel nimmt zu viel Feuchtigkeit auf. Gelangt diese ins pneumatische System, kann sie dort beträchtlichen Schaden anrichten, zum Beispiel Korrosion an Teilen aus Aluminium oder Stahl.

Zudem wird auch das Granulat unbrauchbar, wenn es zu viel Flüssigkeit aufnimmt. Es verklumpt und wird durch die Fahrvibrationen langsam zermahlen. Das so entstandene „Granulatmehl“ verteilt sich im ganzen Druckluftsystem und schädigt die mechanischen Bauteile. Deshalb sollten undichte Stellen schnellstmöglich instandgesetzt werden.

Weitere Gründe für den Ausfall des Granulats in den Lufttrocknerpatronen:

  • Überschreitung der Wechselintervalle
  • Weitgehender Kurzstreckenbetrieb des Fahrzeugs (verhindert Regeneration des Granulats)
  • Falscheinstellung des für die Regeneration verantwortlichen Druckreglers

Werkstätten können beim Austausch der Lufttrocknerpatronen auf die Qualitätsteile von febi bilstein vertrauen. Der Ersatzteilspezialist bietet Lufttrocknerpatronen passend für LKW und Busse der „Big 7“ DAF, IVECO, MAN, Mercedes-Benz, Renault (RVI), SCANIA und VOLVO –je nach Ausführung mit oder ohne Ölabscheider. Eine Gesamtübersicht aller Lufttrocknerpatronen von febi bilstein finden Sie hier.