Viele Autofahrer messen dem Innenraumluftfilter keine große Bedeutung bei. Er ist kein sicherheitsrelevantes Teil und beeinträchtigt die Funktion des Fahrzeugs auch dann nicht, wenn er völlig verstopft ist. Trotzdem bietet sich der regelmäßige Tausch des Filters bereits aus gesundheitlichen Gründen an.

Pro Stunde Fahrtzeit strömen rund 100.000 Liter Außenluft durch einen Partikelfilter für den Fahrgastraum. Darin enthalten sind feste Bestandteile wie Pollen, Feinstaub- oder Rußpartikel, die sich beim Einatmen in der Lunge festsetzen können. Einen besseren Schutz bieten Kombifilter mit Aktivkohlebeschichtung. Sie nehmen zusätzlich Gerüche auf und halten selbst giftige Gase wie die bei der Kraftstoffverbrennung entstehenden Stickoxide ab – und schützen zudem vor einer erhöhten Konzentration des Klimagases Ozon.

Innenraumluftfilter mit Aktivkohleelementen weisen ein Flächengewicht von 525 g/m2 auf. Die Poren sind dabei 10.000 Mal kleiner als ein menschliches Haar. Damit wird eine bestmögliche Bindung der Schadstoffe gewährleistet. Die größere Materialmenge sorgt zudem dafür, dass keine Sättigung des Filters zwischen den empfohlenen Wechselintervallen eintritt. Um eine optimale Luftqualität im Fahrgastraum zu gewährleisten, sollte der Innenraumluftfilter alle 15.000 Kilometer gewechselt werden, mindestens aber einmal pro Jahr.

Durch die Reinigung der Atemluft im Fahrzeug leisten Innenraumluftfilter einen wichtigen Beitrag zum Wohlbefinden von Fahrer und Mitfahrer(n). Kopfschmerzen und Übelkeit durch schlechte Luft wird effektiv vorgebeugt und auch eine wirksame Linderung von Allergie- und Asthmabeschwerden erreicht. Doch aufgepasst: Manche Anbieter sparen an der Schichtdicke, um den Innenraumluftfilter günstiger anbieten zu können. So gelangen aber deutlich mehr Partikel in den Fahrzeuginnenraum. Es lohnt sich also im Sinne der Gesundheit auf das richtige Flächengewicht zu achten!