Es ist soweit: febi bilstein geht unter die Fahrzeugbauer. In wenigen Monaten wird der weltbekannte Lieferant und Hersteller von Ersatzteilen ein eigenes Auto auf den Markt bringen. Hinter der für viele Analysten überraschenden Nachricht steckt eine durchaus einleuchtende Erklärung: „Unter der Marke febi bieten wir mehr als 25.000 Verschleißteile für PKW an. Zusammen ergibt das schon fast ein komplettes Auto. Wir mussten die verschiedenen Komponenten im Prinzip nur noch miteinander verbinden,“ berichtet Marketingleiterin Beate Theis.

Für den Einstieg ins Automobilgeschäft benötigte das Traditionsunternehmen allerdings einen Partner aus dem Karosserie-Bau. „Wir haben ein Unternehmen im Nachbarort Hagen gefunden, das uns genau die Teile liefern kann, die uns im Sortiment fehlen“, so Theis. Beim Thema Reifen geht febi bilstein hingegen revolutionär neue Wege: „Da wir selbst keine Reifen im Programm haben, wird unser Auto ohne ausgeliefert werden. Die können unsere Kunden von ihren bestehenden Fahrzeugen abmontieren und weiter verwenden“, führt Theis weiter aus.

In wenigen Monaten wird das erste Modell im Stammwerk in Ennepetal vom Band laufen. Geplant ist zunächst ein jährliches Produktionsvolumen von 500 Stück.

Solides Familienauto und echter Rennbolide

Das Modell, mit dem das Unternehmen zu den klassischen Automobilherstellern aufschließen will, trägt den schnittigen Namen „febi 1000“. Es überzeugt sowohl als solides Familienauto wie auch als echter Rennbolide für sportliche Fahrer. Das Fahrzeug aus der Ennepetaler Motorenschmiede kann Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 240 km/h erreichen und bietet gleichzeitig ein großzügiges Raumangebot für bis zu sechs Personen.

Während die Produktion aktuell auf Hochtouren läuft, sind die Projektentwickler bereits einen Schritt weiter. Nach dem ersten Automodell soll 2018 auch ein febi Truck folgen – kein Wunder, bei einer Auswahl von über 9.000 Ersatzteilen für Brummis.