Mittlerweile setzen auch deutsche Automobilhersteller verstärkt auf Fahrzeuge mit Elektroantrieb. Einen Vorstoß wagt jetzt der Daimler-Konzern, der sein Angebot bis 2024 um verschiedene emissionsgeminderte Modelle ergänzen will. Und das nicht allein im PKW-Segment, sondern auch im LKW-Bereich.

Der dahinter stehende Plan ist ambitioniert: Bis 2020 soll der weltweite Absatz an Elektroautos auf 100.000 gesteigert werden. Welchen Anteil davon der deutsche Markt tragen soll, ist nicht bekannt. 2015 konnte Daimler hierzulande gerade einmal 1.161 Neuzulassungen reiner E-Modelle verbuchen. Eine signifikante Steigerung soll durch verschiedene elektrische Fahrzeuge erreicht werden, deren Schwerpunkt im SUV-Bereich liegen wird.

Wie verschiedene Medien berichteten, plant Daimler zur Vermarktung seiner Elektro-Sparte die Einführung einer eigenen Submarke. Zu diesem Zweck wurden verschiedene Buchstabenkombinationen als Wortmarken geschützt, darunter „EQ“ in verschiedenen Ausprägungen. Auf dem Pariser Autosalon stellte der Konzern Anfang Oktober das erste rein elektrisch betriebene Langstreckenmodell vor: einen Geländewagen mit einer Reichweite von 500 Kilometern pro Batterieladung.

Damit nicht genug, plant Daimler bis 2020 die Einführung eines vollelektrischen LKW mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 26 Tonnen. Der Urban eTruck soll den städtischen Verteilerverkehr revolutionieren und beweisen, dass auch der Schwerlast- und Güterverkehr emissions- und geräuscharm gestaltet werden kann. Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion um die Schadstoffbelastung in Ballungsgebieten ein durchaus zukunftsweisender Vorstoß.