Das selbstlenkende Auto ist durch Projekte von Google und Tesla derzeit in aller Munde. Auch der Daimler-Konzern erhielt im US-Bundesstaat Nevada kürzlich die Zulassung für zwei autonom fahrende LKW.

Der Hacker George Hotz alias „geohot“ sieht ebenfalls Potenzial in dieser Entwicklung. Dabei kann der heute 26-jährige schon auf eine beachtliche „Karriere“ zurückblicken. Mit 17 Jahren knackte er als Erster das iPhone, mit 22 hebelte er den Kopierschutz von Sonys Spielekonsole Playstation 3 aus. Neben entsprechenden Gerichtsverfahren folgten Anstellungen bei Facebook, Space X und Google.

Nun meldet sich Hotz mit seinem Projekt comma.ai zurück. Bereits im Dezember lud er das renommierte Magazin Bloomberg zu einer exklusiven Homestory ein, um sein ambitioniertes Vorhaben vorzustellen.

Innerhalb eines Monats baute er einen Acura ILX in der heimischen Garage vom Serienfahrzeug zum selbstlenkenden Automobil um. Natürlich legte er dabei weniger wert auf das Interieur als die komplexe Computertechnik. Neben einem lasergestützten Radar auf dem Dach wurden diverse Kameras montiert. Der Schalthebel wurde durch einen Joystick ersetzt, die Mittelkonsole durch einen 21,5 Zoll Monitor verdeckt. Im Handschuhfach wurde ein Mini-PC und weitere Netzwerktechnik verbaut.

Doch neben der technischen Herausforderung treibt Hotz noch etwas anderes an: Er will den großen der Branche das Leben schwer machen. Sein erklärtes Ziel ist dabei, eine bessere Alternative zum Mobileye System zu schaffen, das derzeit von namhaften Automobilkonzernen wie BMW, General Motors, Volvo, VW und Tesla für deren ADAS (Advanced Driver Asystance Systems) eingesetzt wird.

Gelingen soll dieser ambitionierte Plan mit einem Soft- und Hardware Nachrüstsatz für kompatible Fahrzeuge, der im Verkauf in etwa bei 1.000 Dollar liegen soll. Die weitere Entwicklung des Eigenbau-Autopiloten darf jedenfalls mit einiger Spannung verfolgt werden.