Dieselpartikelfilter (DPF) reduzieren gesundheitsschädliche Rußpartikel in Autoabgasen um bis zu 90%. Kein Wunder also,  dass auch die Bundesregierung in der Vergangenheit finanzielle Anreize zum nachträglichen Einbau eines DPF geschaffen hat, um Halter von „schmutzigen“ Dieselfahrzeugen zur Umrüstung zu bewegen.

Diese Förderung wurde für das Jahr 2016 verlängert. Nach Angaben des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) beträgt der Zuschuss weiterhin 260 Euro pro Fahrzeug. Jedoch ist der nachträgliche Einbau eines Dieselpartikelfilters umstritten. So ist wohl auch zu erklären, dass der von der Bundesregierung in 2015 eingerichtete Fördertopf (30 Millionen Euro) noch prall gefüllt ist. Für 2016 stehen laut ZDK noch fast 23 Millionen Euro zur Nachrüstungsförderung zur Verfügung.

Die häufigsten Gründe, die gegen den nachträglichen Einbau eines DPF sprechen, sind die umstrittene Wirksamkeit und die Risiken, die mit der Nachrüstung verbunden sind. So wird die Gesamtpartikelmasse bei Nachrüstsätzen im Gegensatz zu serienmäßig verbauten Versionen nur um ca. 40% reduziert. Die Kosten eines Nachrüstsatzes liegen inklusive Einbau bei den meisten Fahrzeugen bei 700 EUR oder mehr. Auch können Partikelfilter mit zunehmendem Alter des Fahrzeugs zum Kostenrisiko werden. Vertreter des Kfz-Gewerbes äußerten sich zuletzt skeptisch, ob die Nachrüstungsbemühungen der Bundesregierung in 2016 mehr Früchte tragen werden als im vergangenen Jahr.

Für die Umrüstung kommen nur Fahrzeuge in Frage, die vor dem 1. Januar 2007 erstmals zugelassen wurden. Für leichte Nutzfahrzeuge ist der Stichtag der 16. Dezember  2009. Beantragt wird die Förderung per Online-Formular beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Der Antrag kann zwar noch bis einschließlich 15. November 2016 gestellt werden, der Einbau des Dieselpartikelfilters muss jedoch bis spätestens 30. September 2016 erfolgt sein.